Museen und Sammlungen im Chiemgau


Museen und Sammlungen

Bauernhausmuseum: Das Bauernhausmuseum des Bezirks Oberbayern liegt in Amerang. Hier werden Bauernhöfe und Handwerksgebäude gezeigt, welche schon viele Jahre alt sind. Um sie vor dem Verfall zu retten wurden sie in das Museum übertragen und liebevoll originalgetreu restauriert. Das älteste Gebäude stammt bereits aus dem Jahre 1525. Neben den Höfen kann man in diesem Museum auf großen Wiesen und Weiden alte Getreidesorten, Blumen und Gräser bewundern so wie die ländlichen Handwerke wie Schmiede, Seilerei, eine Sägemühle und eine Wagnerei. Öffnungszeiten Mitte März bis Anfang November von 09:00 – 18:00 Uhr. Montag Ruhetag (außer an Feiertagen).

EFA-Museum: Das EFA-Museum für Deutsche Automobilgeschichte in Amerang ist eine private Sammlung, welche der Öffentlichkeit zugängig ist. Eine faszinierende Ausstellung deutscher Automobile, angefangen im Jahre 1886 bis heute. Über 6000 m² stehen für die Oldtimer und modernen Autos zur Verfügung und besonders großen Wert wird darauf gelegt, dass beinahe ein jedes Automobil, welches hier zu bewundern ist, auch heute noch fahrtüchtig ist. Zudem gibt es hier die weltweit größte Modelleisenbahnanlage der Spur II zu bewundern. Öffnungszeiten 10:00 – 18:00 Uhr, Montag Ruhetag.

Herz’sche Heimatstiftung Hilgerhof: In Pittenhart bei Seeon liegt der Herz’sche Heimatstiftung Hilgerhof. Ursprünglich gehörte dieser Hof zum Kloster Seeon. Er stammt aus dem 17ten Jahrhundert und wurde ab 1962 umgebaut und renoviert zu einem Museum für heimatkundliche Ausstellungen. Heute kann man hier im Haupthaus und in den Nebengebäuden eine original Sammlung altern bäuerlichen Hausrates und alter Arbeitsgeräte sehen. Öffnungszeiten Januar bis Mai und 16. Oktober bis 06. Dezember Mittwoch und Samstag 14:00 – 16:00 Uhr, Mai bis 15. Oktober Mittwoch, Donnerstag und Samstag 14:00 – 17:00 Uhr.

Maximilianshütte: Die Maximilianshütte liegt in Bergen am Chiemsee und war seiner Zeit ein bedeutendes Eisenwerk. Heute ist sie ein Industriedenkmal, malerisch am Fuße des Hochfelln gelegen. Neben jährlich stattfindenden Ausstellungen zu diversen Themenbereichen gibt es auch eine ständige Sammlung, welche in Teilen zu besichtigen ist. Die Bauten sind bereits historischer Herkunft, wurden aber unter König Ludwig I umgebaut. Öffnungszeiten: Mai bis Oktober Dienstag 10:00 Uhr.

Museum Blauer Anger: Das Museum Blauer Anger ist in Bergen gelegen und beschäftigt sich auch mit der Geschichte dieser Gegend. Ursprünglich war der blaue Anger bis Ende des 19ten Jahrhunderts ein beliebtes Wirtshaus, wurde jedoch in den 20er Jahren des 20sten Jahrhunderts zu einem Arbeiterwohnhaus der Maximilianshütte umfunktioniert und diente später als Unterkunft für Flüchtlinge und Heimvertriebene. Heute kann man hier ortseigene Geschichte betrachten und wechselnde Ausstellungen. Öffnungszeiten Mai bis September Mittwoch 16:00 – 18:00 Uhr.

Neues Schloss Herrenchiemsee: Nicht umsonst gehört das Schloß Herrenchiemsee auf der Herreninsel im Chiemsee zu den beliebtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die Insel erwarb König Ludwig II im Jahre 1873 und wollte hier seinen, dem Schloss Versailles nachgeahmten, Tempel des Ruhmes errichten lassen, zur Verehrung von König Ludwig XIV. 1878 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, doch fertig gestellt wurde es nach dem Tod von König Ludwig II nicht mehr. Heute sind die fertigen Räume samt Spiegelsaal und eine wundervolle Gartenanlage zu besichtigen und zu bewundern. Öffnungszeiten täglich mit Führung.

Römermuseum Multerer: Gerade in den Jahren 20 vor Christus bis 300 nach Christus erlebten die Römer am Chiemsee eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Leider ist aus dieser Zeit nicht mehr viel vorhanden. Doch in Grabenstätt-Erlstätt sind die Grundmauern eines großen Gutshofes gefunden worden und zu einem Museum gemacht worden. Dieser Gutshof bestand aus mehreren Häusern von denen noch drei zu rekonstruieren sind. Zudem war er bereits mit einer Hypokaustenheizung ausgestattet, deren Überreste, so wie die Reste von Mosaiken und Wandmalerei sind heute noch zu bewundern. Öffnungszeiten Samstag 10:00 – 11:00 Uhr.

Rupertiwinkler Bauernhofmuseum: Das in Kirchanschöring gelegene Bauernhofmuseum mit einem Haus aus dem Jahre 1920, einem Getreidekasten, einem Brechlbad, einem Backofen und einem Stadl. In diesem Stadl kann man auch die Zusatzausstellung zum Anbau und Dreschen von Roggen besichtigen. Zudem werden Gerätschaften aus Landwirtschaft und Handwerk ausgestellt. Diese Austellung wird ständig erweitert und irgendwann soll hier die vollständige Mechanisierung der Landwirtschaft zu bewundern sein. Öffnungszeiten 15. Mai bis 01. Oktober Samstag 12:00 – 17:00 Uhr und Mittwoch 12:00 – 20:00 Uhr.

Schloss Amerang: Das Schloss Amerang, eine in Amerang liegende Burg, besteht bereits mindestens seit dem Jahre 1072. Hier ist unter anderem der größte unregelmäßige Arkadenhof nördlich der Alpen zu bewundern. Außerdem kann man sich hier in den Salons mit Möbeln und Kunstgegenständen aus der Renaissance bis hin zum Judenstil verlieren, in der gotischen Schlosskapelle von Märchenhochzeiten träumen, sich im Rittersaal mit restaurierten Fresken an alte Gelage erinnern, die Jagdtrophäen bewundern, sich im Burgverlies gruseln oder Gebrauchsgegenstände aus zwei Jahrhunderten bewundern. Öffnungszeiten nach Vereinbahrung unter der Nummer 08075 91920.

Schloss Hohenaschau: Das Schloss Hohenaschau in Aschau wurde bereits im 12ten Jahrhundert von Konrad und Arnold von Hirnsberg errichtet und ist eine der größten Burganlagen Oberbayerns. In den folgenden Jahren und Jahrhunderten wurde die Burg von ihren verschiedenen Besitzern in den diversen Baustilen und Moderichtungen umgebaut und erweitert, bis sie in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland überging. Seit dem steht sie für Besichtigungen offen, wobei der mittelalterliche Bergfried, der Rittersaal aus der Renaissance und die barocken Prunkräume besonders sehenswert sind. Besichtigung nur mit Führung möglich, Tel.: 08052 904937.

Soleleitungsmuseum Brunnhaus Klaushäusl: Das in Grassau gelegene Museum ist vollständig erhalten und die Inneneinrichtung wurde original getreu rekonstruiert. Damit ist dieses Klaushäusel das einzige an der historischen Soleleitung, welches in einem so guten Zustand ist. Man kann hier den Stand der Technik zu Beginn des 19ten Jahrhunderts besichtigen so wie die gesamte Geschichte rund um die Salzgewinnung in Wort und Bild nachvollziehen. Öffnungszeiten Anfang Mai bis Ende Oktober 14:00 – 17:00 Uhr, Montag Ruhetag.

Torhalle Fraunechiemsee und Vikarhaus: Die Torhalle Frauenchiemsee auf der Fraueninsel stammt vermutlich bereits aus der Zeit um 860 und wurde von König Ludwig dem Deutschen errichtet. Doch erst im Jahre 1961 entdeckte man bei Restaurierungsarbeiten die bis dahin unbekannten Fresken aus dieser Zeit. Die Torhalle wird als Ausstellungsraum für mittelalterliche Architektur- und Skulpturrelikte aus dem Chiemseekloster und Kopien von Kunsthandwerken wie dem Tassilokelch genutzt. Öffnungszeiten Pfingsten bis Ende September täglich 11:00 – 18:00 Uhr.

Torfbahnhof Rottau: Dieser Bahnhof liegt in Grassau und ist ein Industriedenkmal, welches bereits 1920 erbaut wurde. Es liegt am Rande des Naturschutzgebietes Kendlmühlfilzen, so dass es sich anbietet, die Besichtigung dieses Denkmals mit einem Wandertag in frischer Natur zu verbinden. Der Torfbahnhof Rottau war einst Station zum Torf verladen und aufbereiten. Noch heute ist die ursprüngliche maschinelle Einrichtung beinahe komplett erhalten und zu besichtigen. Unter anderem steht hier die einzige Torfpresse Europas. Öffnungszeiten mit Führung Mai bis Oktober Samstag 14:00 und 15:30 Uhr.